Moderne Werkstattdiagnose: Flexibel auf neue Anforderungen reagieren
Moderne Fahrzeuge werden zunehmend komplexer und vernetzter. Damit verändern sich auch die Anforderungen an Diagnose, Wartung und Reparatur. Werkstatttester müssen heute mehr leisten als das Auslesen von Fehlerspeichern. Sie begleiten Software-Updates, unterstützen Serviceprozesse und müssen mit unterschiedlichen Fahrzeugplattformen und IT-Systemen zusammenspielen.
Für Fahrzeug- und Komponentenhersteller entsteht daraus eine zentrale Herausforderung: Diagnoseprozesse sollen über verschiedene Fahrzeuglinien, Märkte und Serviceorganisationen hinweg möglichst einheitlich funktionieren und gleichzeitig flexibel an unterschiedliche Anforderungen angepasst werden können.
Hier setzen modulare Diagnoselösungen an. Softing TDX ist eine Softwareplattform für den Aftersales-Bereich, mit der Hersteller individuelle Werkstatttester erstellen, zentral verwalten und innerhalb ihrer Serviceorganisation bereitstellen können. Die Plattform deckt dabei Aufgaben von der Fahrzeugdiagnose und Flash-Programmierung bis hin zu geführten Service- und Wartungsprozessen ab.
Modular vom Engineering bis in die Werkstatt
Softing TDX besteht aus drei zentralen Komponenten: Mit Softing TDX.studio werden Werkstatttester erstellt und an den jeweiligen Anwendungsfall angepasst. Neben Diagnoseabläufen und Benutzeroberflächen lassen sich auch technische Dokumentationen oder Videos einbinden.
Softing TDX.server übernimmt die zentrale Administration und Verteilung. Benutzer, Berechtigungen, Diagnoseinhalte und Updates können darüber verwaltet und für unterschiedliche Serviceorganisationen bereitgestellt werden. Die aktuelle Generation basiert auf einer Cloud-Architektur und lässt sich in bestehende Unternehmens-IT integrieren.
In der Werkstatt arbeiten Service-Techniker mit Softing TDX.workshop. Die Anwendung stellt Diagnose- und Servicefunktionen wie Fehlerspeicherzugriffe, Steuergeräteprogrammierung, Software-Updates, geführte Fehlersuche oder Fahrzeugberichte zur Verfügung.
Durch diese Aufteilung lassen sich Diagnoseoberflächen und -prozesse an unterschiedliche Anforderungen anpassen, ohne für jeden Anwendungsfall eine separate Lösung aufzubauen.
Standards und zentrale Datenverwaltung
Eine wichtige Grundlage moderner Diagnoselösungen sind etablierte Industriestandards. Softing TDX unterstützt unter anderem ODX, OTX und UDS sowie Schnittstellen wie ISO 22900 (MVCI / D-PDU API) und SAE J2534 PassThru. Standardisierte Diagnosedaten und Abläufe können so über unterschiedliche Fahrzeugplattformen hinweg genutzt werden.
Gleichzeitig wird die zentrale Verwaltung von Diagnose- und Servicedaten wichtiger. Mit der cloudbasierten Architektur von Softing TDX lassen sich Diagnoseinhalte und Software zentral bereitstellen und aktualisieren sowie Informationen aus Diagnose- und Reparaturprozessen verwalten. Das spielt insbesondere bei größeren oder international verteilten Servicenetzwerken eine Rolle.
Vom Werkstatttester zum vernetzten Aftersales
Die Rolle des Werkstatttesters verändert sich grundlegend. Neben der Diagnose am Fahrzeug werden die zentrale Bereitstellung von Software und Diagnoseinhalten sowie die Einbindung in bestehende IT- und Serviceprozesse immer wichtiger.
Die Einsatzmöglichkeiten reichen dabei von Vertragswerkstätten und mobilen Servicetechnikern über Komponentenhersteller bis hin zu Entwicklungs- und Serviceorganisationen.
Softing TDX verbindet dafür Entwicklung, Administration und Werkstatteinsatz innerhalb einer modularen Plattform. Hersteller können gemeinsame technische Grundlagen und standardisierte Diagnoseprozesse nutzen und ihre Werkstatttester gleichzeitig an unterschiedliche Fahrzeuge, Märkte und Servicekonzepte anpassen.
Werkstattdiagnose wird damit zunehmend zu einem integrierten Bestandteil digitaler Aftersales-Prozesse und geht weit über die klassische Fehlerdiagnose am Fahrzeug hinaus.
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